Willkommen in Unterleuten!

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv.

Nehmen Sie sich zehn Minuten für einen Rundgang durchs Dorf! Bewegen Sie sich in Unterleuten, lernen Sie das Dorf, seine Bewohner und andere Beteiligte kennen. Denn irgendwie sind wir doch immer und überall unter Leuten.

Die Bewohner

Gerhard Fließ ... Jule Fließ-Weiland ... Sophie Fließ ... Rudolf Gombrowski ... Elena Gombrowski geb. Niehaus ... Fidi Gombrowski ... Püppi Gombrowski ... Bergamotte ... Lucy Finkbeiner ... Linda Franzen ... Manfred Gortz ... Herr Pilz ... Wolfi  Hübschke ... Karl, der Indianer ... Betty Kessler ... Hilde Kessler ... Kron ... Kathrin Kron-Hübschke ... Krönchen Kron-Hübschke ... LPG-Veteranen ... Konrad Meiler ... Mizzie Meiler ... Herfried Münkler ... Oma Rüdiger und Opa Margot ... Polizei ... Bodo Schaller ... Miriam Schaller ... Arne Seidel ... Barbara Seidel ... Silke und Sabine ... Frederik Wachs ... Timo Wachs

Die Bewohner entdecken
Juli Zeh - Unterleuten

Der große Gesellschaftsroman
von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf Unterleuten irgendwo in Brandenburg. Als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit Unterleuten hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

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Juli Zeh über Manfred Gortz
und den virtuellen Kosmos von „Unterleuten“

Das Kommunikationszeitalter verändert uns, als Einzelne und als Gesellschaft. Viele Fragen stellen sich noch einmal neu: nach der menschlichen Identität, nach dem feinen Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit, auch nach Autorenschaft, nach Plagiat und Zitat. Durch die mediale Inflation wird immer wichtiger, was in der Provinz „Dorffunk“ genannt wird – eine globale Gerüchteküche. Jeder glaubt, alles über alles und jeden zu wissen, während es in Wahrheit nur Milliarden von Geschichten sind, die wir uns pausenlos gegenseitig erzählen. Sie werden zu einem undurchdringlichen Netz aus Legenden, Anekdoten und Fiktionen, welches unsere Realität ausmacht. Gibt es überhaupt noch etwas anderes als Virtualität, wenn es doch vor allem der „Dorffunk“ ist, der unser Denken, unsere Entscheidungen und Handlungen bestimmt?

„Unterleuten“ hatte von Anfang an die Tendenz, über die Buchdeckel hinaus zu wuchern. Manfred Gortz, dessen Erfolgsratgeber von der Figur Linda Franzen wie eine Bibel gelesen wird, begann, diesen Ratgeber tatsächlich zu schreiben. Lindas Freund Frederik klagt sein Leid über die schwierige Beziehung zu seiner pferdeverrückten Freundin in einem realen Reiterforum. Lucy Finkbeiner, die angeblich die Recherche zu „Unterleuten" gemacht und ihr Material der Autorin Juli Zeh zur Verfügung gestellt hat, klagt auf Facebook über die Arroganz der Schriftstellerin und über die mangelnde Würdigung ihrer eigenen Leistung. Kathrin Kron-Hübschke und Jule Fließ posten Fotos von ihren Töchtern, Manfred Gortz twittert, mailt, betreibt eine Homepage und nimmt auf Youtube Stellung, als es in der Presse heißt, er würde möglicherweise gar nicht existieren. Der Vogelschutzbund Unterleuten hat ebenfalls eine eigene Website, auf der man Führungen buchen und T-Shirts kaufen kann. Und der Märkische Landmann, in dem die Geschichte von „Unterleuten" ihren Anfang nimmt, hat seine Speisekarte ins Internet gestellt.

Die Erzählung „Unterleuten" geht weiter, in Büchern, in Zeitungen, im Internet. Wenn Sie ihr folgen, werden Sie überall auf Teile von „Unterleuten“ stoßen. Weil die Gesellschaft nicht mehr so funktioniert wie zu Zeiten von Balzac, Thomas Mann oder John Updike, ist „Unterleuten“ als Gesellschaftsroman des 21. Jahrhunderts ein literarisch-virtuelles Gesamtkunstwerk.

Juli Zeh, 3. Mai 2016

Zu Manfred Gortz und „Dein Erfolg“:
manfred-gortz.de
youtube
Der Autor auf randomhouse.de
Das Hörbuch auf randomhouse.de
Dein Erfolg auf amazon.de
Der Autor auf Twitter
Der Autor auf facebook

Extra angelegte Homepages von im Roman auftauchenden Institutionen und Firmen:
vogelschutzbund-unterleuten.de
maerkischer-landmann-unterleuten.de
ventodirect.de

Zur Diskussion über pferdevernarrte Partnerinnen auf reiterrevue.de

Profile der genannten Romanfiguren: Lucy Finkbeiner auf facebook
Kathrin Kron-Hübschke auf facebook
Jule Fließ auf facebook
Sebastian Pilz auf Xing

Alle Romanfiguren und Schauplätze im Überblick:
unterleuten.de

Über Juli Zeh

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman Adler und Engel (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

Mehr über Juli Zeh

Unterleuten – Das Hörbuch

Gelesen von Helene Grass

»Die Geschichte ist wie ein Kaleidoskop. Man dreht ein wenig, und alles sieht anders aus.«

Juli Zeh

2 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 14h 40'

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